Publikationen: Neuerscheinungen
Dieter Langewiesche
Die Monarchie im Jahrhundert Europas
Selbstbehauptung durch Wandel im 19. Jahrhundert
Schriften der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Band 50

Universitätsverlag Winter, Heidelberg, 2013, 52 S., ISBN 978-3-8253-6160-0
Selbstbehauptung durch Wandel – unter diesem Blickwinkel wird die Monarchie im 19. Jahrhundert untersucht. Sie ging gestärkt aus der antimonarchischen Französischen Revolution hervor, und auch in den kriegerischen Prozessen der Staatsvernichtung und Staatsschöpfung behauptete sich die Monarchie als Staatsform. Das gelang ihr, weil sie eine Symbiose mit der Nation als Leitidee des 19. Jahrhunderts einging: kein neuer Nationalstaat ohne monarchisches Haupt. Zwei bedeutsame Integrationsleistungen hat die Institution Monarchie im 19. Jahrhundert erbracht: Sie fügte die neuen Nationalstaaten in die internationale Politik ein, und sie half bei der politischen und gesellschaftlichen Integration innerhalb der Staaten und auch in den Kolonialreichen, die europäischen Staaten errichteten. Um den Blick auf die Monarchie in Europa zu schärfen wird zum Vergleich ihre Rolle im britischen Empire und in Japan betrachtet. Im Ausblick wird der Funktionswandel der Monarchie im 20. Jahrhundert skizziert.
Karlheinz Stierle
Petrarca-Studien
Schriften der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Band 48

Universitätsverlag Winter, Heidelberg, 2012, 358 S., ISBN 978-3-8253-5950-8
Als italienischer Lyriker und lateinischer Schriftsteller ist Francesco Petrarca eine der faszinierendsten Gestalten des europäischen 14. Jahrhunderts. Der Band schreitet in Einzelstudien Petrarcas vielgestaltiges Werk aus. Er beleuchtet exemplarisch die poetische Komplexität seiner italienischen Liebeslyrik, die der modernen Lyrik in Europa den Weg gewiesen hat. Aber er erschließt auch neue Aspekte seines noch allzu wenig gewürdigten lateinischen Werks, das im Zeichen einer neuen Konzeption von Pluralität den Renaissance-Humanismus vorbereitet. Das Buch zeigt Petrarca als Pionier einer neuen Ästhetik und Poetik der Landschaft und als Vermittlergestalt für die spätmittelalterliche Krisis des Exemplarischen. Ein Buch für alle, die sich für die Grundlagen des neuzeitlichen europäischen Bewußtseins interessieren. Die Originalsprache der Studien (deutsch, italienisch, französisch, englisch) wurde belassen.
Ernst A. Schmidt, Manfred Ullmann
Aristoteles in Fes
Zum Wert der arabischen Überlieferung der ,Nikomachischen Ethik' für die Kritik des griechischen Textes
Schriften der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Band 49

Universitätsverlag Winter, Heidelberg, 2012, 122 S., ISBN 978-3-8253-6014-6
Die Nikomachische Ethik des Aristoteles ist in Bagdad um 830 von Eustathios (Usṭāṯ) und um 870 von Isḥāq ibn Ḥunain ins Arabische übersetzt worden. Erhalten ist davon eine einzige Handschrift in der Qarawīyīn-Moschee in Fes in Marokko, in der die Bücher I-IV die Version des Isḥāq und die Bücher V-X die des Eustathios wiedergeben. Beide Übersetzungen gehen auf griechische Handschriften zurück, die älter als die erhaltenen Codices waren. Gegenüber den Editionen von Bywater und Susemihl-Apelt weisen die arabischen Texte zahlreiche Varianten auf; diese sind zum Teil durch griechische Codices (insbes. den Cod. Laurentianus) oder die lateinische Version des Robert Grosseteste (13. Jh.) bezeugt, zum Teil bisher unbekannt. Unter den zu erschließenden neuen Lesarten gibt es etwa ein Dutzend Fälle, durch die Korruptelen der griechischen Codices geheilt werden können. Die arabische Tradition muß daher bei einer Neuedition des griechischen Textes unbedingt berücksichtigt werden.
Moritz Hiller, Fernando de Melo, Peter Pickl, Thomas Wellens, Sandro Wimberger (Hg.)
Proceedings of New Perspectives in Quantum Statistics and Correlations
Akademiekonferenzen: Band 14

Universitätsverlag Winter, Heidelberg, 2012, V, 65 S., 9 Abb. in Farbe, ISBN 978-3-8253-6001-6
During the last decades, the theoretical understanding of single quantum systems, as well as the experimental ability to isolate, manipulate and control them, has reached unprecedented level. Current efforts are focused on the next step, namely to attack few-particle and in particular many-particle systems. Among the new challenging questions is the characterization of correlations between individual quantum systems, which arise due to interactions between particles or due to quantum statistical properties of indistinguishable particles. Statistical approaches to describe correlations have been established in different branches of mathematics and quantum physics. At the conference "New Perspectives in Quantum Statistics and Correlations" bridges between these fields of research have been built. This volume gives a collection of articles from invited speakers of this conference, and thereby outlines the different aspects which have been discussed.
Peter Graf Kielmansegg, Heinz Häfner (Hg.)
Alter und Altern
Wirklichkeiten und Deutungen
Schriften der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Band 22

Springer-Verlag, Heidelberg u.a., 2012, XII, 224 S., 40 Abb., 21 in Farbe, ISBN 978-3-642-24831-3
Mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung behandelte die Heidelberger Akademie das Thema „Alter und Altern“ in einer Reihe von drei wissenschaftlichen Kolloquien. Das erste zur umfassenden Frage „Was ist Alter?“ fand 2006 statt, das zweite, das den Naturwissenschaften einschließlich der Medizin und den Technikwissenschaften gewidmet war, folgte 2009. Beide Kolloquien sind bereits in je einer beim Springer Verlag erschienenen Publikation dokumentiert. Bei dem dritten Symposium dieser Reihe sollten sich die Kultur- und Sozialwissenschaften dem Thema stellen. Es wurden hierzu Fragen aus der Soziologie, der Rechtswissenschaft und der Politikwissenschaft diskutiert. Die Beiträge hierzu sind in diesem Band niedergelegt. Die Heidelberger Akademie versteht ihre Konferenzserie als einen Versuch, die Diskussion aus der Fixierung auf einige wenige Fragen herauszuführen, und möchte hervorheben, dass Wissenschaft in der ganzen Vielfalt ihrer Disziplinen etwas zur Altersdebatte beitragen kann.
Barbara Neymeyr, Andreas Urs Sommer (Hg.)
Nietzsche als Philosoph der Moderne
Akademiekonferenzen: Band 9

Universitätsverlag Winter, Heidelberg, 2012, 327 S., ISBN 978-3-8253-5812-9
Friedrich Nietzsche, den Gottfried Benn als das „größte Ausstrahlungsphänomen der Geistesgeschichte“ bezeichnete, steht im Zentrum dieses Buches. Es enthält die Vorträge der Ringvorlesung, welche die Freiburger Forschungsstelle „Nietzsche-Kommentar“ zum 100. Geburtstag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften organisierte. – In der konstruktiven Auseinandersetzung mit Nietzsche beleuchten die Aufsätze Nietzsches Bedeutung als Leitfigur moderner Lebensphilosophie, Kulturdiagnose und Anthropologie. Nietzsches Kritik an der philosophischen Tradition, sein Konzept der Umwertung, seine Psychologie, sein Geschichtsdenken, seine Beziehung zu Darwin, Schopenhauer, Wagner und Heidegger, seine Lyrik sowie die Charakteristika seines Stils gehören zum breitgefächerten Themenspektrum.
Der Band enthält Beiträge von Dieter Borchmeyer, Günter Figal, Hans-Martin Gauger, Volker Gerhardt, Katharina Grätz, Lore Hühn, Helmuth Kiesel, Ludger Lütkehaus, Klaus Mönig, Barbara Neymeyr, Annemarie Pieper, Jochen Schmidt und Andreas Urs Sommer.
Heino Speer (Hg.)
Wort - Bild - Zeichen
Beiträge zur Semiotik im Recht

Akademiekonferenzen: Band 13
Universitätsverlag Winter, Heidelberg, 2012, 265 S., 53 Abb., ISBN 978-3-8253-5965-2
Recht und Kommunikation sind untrennbar miteinander verbunden. Ohne Kommunikation kein Recht. Die verschiedenen Kommunikationsebenen und -medien waren das Leitthema eines im Juli 2007 von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften veranstalteten Symposiums. In elf Vorträgen wurde das Thema "Wort / Bild / Zeichen - Beiträge zur Semiotik im Recht" behandelt. Die Interdisziplinarität der Teilnehmer führte zu durchaus unterschiedlichen Blicken auf das Thema von rechtssemiotischer, rechtshistorischer, germanistischer und rechtsikonographischer Seite aus. Gerade in der Zusammenschau dieser Beiträge ergibt sich die grundlegende Bedeutung, die das Verhältnis von Wort, Bild und Zeichen für die Semantik und das Verständnis von Recht besitzen. Zusätzlich zu diesen Beiträgen behandelt ein Aufsatz über "Verstehenshilfen im Recht" Grundfragen der Möglichkeit, Recht und Rechtstexte verstehen zu können. Ein 13seitiges Register erschließt auch dem jeweils fachfremden Leser die Vorträge der anderen Wissenschaftsdisziplinen.
Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hg.)
Speerspitzen
Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften fördert junge Forscherinnen und Forscher

Universitätsverlag Winter, Heidelberg, 2011, 305 S., ISBN 978-3825359287
Akademien bieten hervorragende Möglichkeiten für die Förderung junger Wissenschaftler und deren Forschung, denn sie eröffnen den Zugang zu Experten in unterschiedlichen Bereichen und Institutionen sowie die Möglichkeit zum fächerübergreifenden wissenschaftlichen Gespräch und Gedankenaustausch, wie dies nur selten in anderen Einrichtungen geschehen kann. Auch die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Landesakademie Baden-Württembergs kann auf eine erfolgreiche Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verweisen, wofür die Beiträge dieses Bandes Belege sind.
114 Porträts ausgezeichneter Jungwissenschaftler zeigen, daß für eine innovative Wissenschaft die Beteiligung der nachrückenden wissenschaftlichen Generation nicht nur eine Chance, sondern eine Notwendigkeit ist. Vorgestellt werden die Preisträger vierer verschiedener Akademiepreise der Jahre 2000 bis 2010, die WIN-Kollegiaten seit Einrichtung des Akademiekollegs für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Jahr 2002 sowie die zahlreichen Nachwuchskonferenzen, die die Akademie seit 2007 ausrichtet, und ihre jeweiligen Veranstalter.
Zur Nachwuchsförderung der HAW
Nietzsche-Kommentar
Andreas Urs Sommer: "Der Antichrist", "Ecce homo", "Dionysos-Dithyramben" und "Nietzsche contra Wagner"
Historischer und kritischer Kommentar zu Friedrich Nietzsches Werken, Band 6/2

Walter de Gruyter, Berlin/Boston, 2013, 921 S., ISBN 978-3-11-029289-3
Seit 2008 entsteht an der Akademie-Forschungsstelle in Freiburg der erste umfassende historische und kritische Kommentar zum Werk Friedrich Nietzsches. Obwohl er zu den wirkungsmächtigsten Denkern der Moderne gehört, fehlte bisher ein übergreifender Kommentar zu seinem Gesamtwerk, der die philosophischen, historischen und literarischen Voraussetzungen und Kontexte erschließt. Der Nietzsche-Kommentar führt Ergebnisse der bisherigen Forschung zusammen und erweitert den Kenntnisstand zugleich erheblich. Einleitende Überblickskommentare stellen Nietzsches Schriften in den konzeptionellen Zusammenhang, erläutern ihre Struktur und bieten Informationen zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Umfangreiche Stellenkommentare gehen auf einzelne Textpartien und ihre Quellen ein. So entsteht ein neuer Zugang zu Nietzsches Werken. Für die künftige Nietzsche-Forschung bildet dieser Kommentar eine unentbehrliche Grundlage.
Die spätesten Nachlassschriften von 1888 zeugen von immenser sprachlicher und gedanklicher Radikalisierung. Der Antichrist soll die gesamte „Umwerthung aller Werthe“ sein; in Ecce homo betreibt Nietzsche eine Genealogie seines eigenen Denkens und eröffnet neue Dimensionen der Selbstreflexion. Nietzsche contra Wagner resümiert Nietzsches schon weit zurückreichende Wagner-Kritik, während die Dionysos-Dithyramben die Lyrik zu erneuern streben.
Nietzsche-Kommentar
Jochen Schmidt: Der Kommentar zu Nietzsches Die Geburt der Tragödie
Historischer und kritischer Kommentar zu Friedrich Nietzsches Werken, Band 1/1
Walter de Gruyter, Berlin/Boston, 2012, XVII. 698 S., ISBN 978-3-11-028691-5
Seit 2008 entsteht an der Akademie-Forschungsstelle in Freiburg der erste umfassende historische und kritische Kommentar zum Werk Friedrich Nietzsches. Obwohl er zu den wirkungsmächtigsten Denkern der Moderne gehört, fehlte bisher ein übergreifender Kommentar zu seinem Gesamtwerk, der die philosophischen, historischen und literarischen Voraussetzungen und Kontexte erschließt. Der Nietzsche-Kommentar führt Ergebnisse der bisherigen Forschung zusammen und erweitert den Kenntnisstand zugleich erheblich. Einleitende Überblickskommentare stellen Nietzsches Schriften in den konzeptionellen Zusammenhang, erläutern ihre Struktur und bieten Informationen zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Umfangreiche Stellenkommentare gehen auf einzelne Textpartien und ihre Quellen ein. So entsteht ein neuer Zugang zu Nietzsches Werken. Für die künftige Nietzsche-Forschung bildet dieser Kommentar eine unentbehrliche Grundlage.
Mazzino Montinari nannte Die Geburt der Tragödie "Nietzsches schwierigstes Werk". Es greift auf antike Traditionen zurück und orientiert sich weltanschaulich an Schopenhauer und Wagner, dessen 'Musikdrama' Nietzsche als "Wiedergeburt der Tragödie" darstellt. Bei Nietzsche selbst und in der Kulturkritik wirkte vor allem das Konzept des Dionysischen nach. Gegen die Décadence gerichtet, wurde es zum Ideogramm eines rauschhaften Lebenskults.
Nietzsche-Kommentar
Andreas Urs Sommer: Der Kommentar zu Nietzsches Der Fall Wagner. Götzendämmerung
Historischer und kritischer Kommentar zu Friedrich Nietzsches Werken, Band 6/1
Walter de Gruyter, Berlin/Boston, 2012, XX. 456 S., ISBN 978-3-11-028683-0
Seit 2008 entsteht an der Akademie-Forschungsstelle in Freiburg der erste umfassende historische und kritische Kommentar zum Werk Friedrich Nietzsches. Obwohl er zu den wirkungsmächtigsten Denkern der Moderne gehört, fehlte bisher ein übergreifender Kommentar zu seinem Gesamtwerk, der die philosophischen, historischen und literarischen Voraussetzungen und Kontexte erschließt. Der Nietzsche-Kommentar führt Ergebnisse der bisherigen Forschung zusammen und erweitert den Kenntnisstand zugleich erheblich. Einleitende Überblickskommentare stellen Nietzsches Schriften in den konzeptionellen Zusammenhang, erläutern ihre Struktur und bieten Informationen zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Umfangreiche Stellenkommentare gehen auf einzelne Textpartien und ihre Quellen ein. So entsteht ein neuer Zugang zu Nietzsches Werken. Für die künftige Nietzsche-Forschung bildet dieser Kommentar eine unentbehrliche Grundlage.
Mit der Kampfschrift Der Fall Wagner ist es Nietzsche nach Jahren völliger Nichtbeachtung 1888 gelungen, die Aufmerksamkeit des Lesepublikums wieder zu gewinnen. In der Rezeptionsgeschichte hat die radikale Kritik an Wagner eine wichtige Rolle gespielt. Die Götzen-Dämmerung bietet Nietzsches Spätphilosophie "in nuce". Das Werk zeigt Nietzsche auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft und führt die Experimentalphilosophie in der Praxis vor Augen.
Rezension:
Reuchlin-Briefwechsel
Band IV, 1518–1522
Bearb. von Matthias Dall'Asta und Gerald Dörner

Verlag Fromman Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt, 2012, 522 S., ISBN 978-3-7728-1986-5
Die Briefe dieses Bandes stammen aus den letzten viereinhalb Lebensjahren Reuchlins und sind geprägt vom Krieg in Württemberg (1519) und von Reuchlins Lehrtätigkeit als Professor für Griechisch und Hebräisch in Ingolstadt (1520) und Tübingen (1521/1522). Reuchlin schließt sich Luthers Reformation, in deren Sog sein Prozess gegen die Kölner 1520 in Rom mit einer Niederlage endet, nicht an. Dies führt zum Bruch mit vielen alten Weggefährten, darunter Ulrich von Hutten und Philipp Melanchthon.
Christian Leitz
Geographisch-osiriandische Prozessionen aus Philae, Dendar und AthribisStudien zur spätägyptischen Religion
Soubassementstudien II
Studien zur spätägyptischen Religion, hrsg. von Christian Leitz, Band 4

Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, 2012, XX, 526 S., 90 Abbildung(en), 7 Tabellen, 6 Tafeln, ISBN 978-3-447-06753-9
Gegenstand der im Rahmen des Heidelberger Akademieprojekts 'Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens' vorgelegten Untersuchung sind insgesamt vier geographische Prozessionen aus den Tempeln von Philae, Dendara und Athribis (dort zwei bislang unpublizierte Versionen), die einen stark osirianischen Charakter aufweisen. Bis heute existieren von diesen Prozessionen - mit Ausnahme des Textes in Dendara - weder Übersetzung noch Kommentar. Christian Leitz widmet sich in Band 8 der Studien zur spätägyptischen Religion eingehend diesen geographisch-osirianischen Prozessionen. Nach einem einleitenden Kapitel mit Angaben zur Positionierung der Prozessionen, zum Inhalt der Einführungsszenen, detaillierten Hinweisen zur Textstruktur und zum Verhältnis der vier Prozessionen zueinander wird die besondere Rolle des Osiris herausgestellt und das Modell einer produktiven philologisch-basierten Mythologie entwickelt. Der Hauptteil besteht aus einer umfassenden nach den 42 ägyptischen Gauen geordneten Kommentierung der Prozessionstexte, bei der der Schwerpunkt der lokalen Mythologie gilt. Umfangreiche Indices schließen das Werk ab.
Melanchthons Briefwechsel
Band T 13, Texte 3421-3779 (1544)
Hrsg. von Heinz Scheible und Christine Mundhenk, bearb. von Matthias Dall'Asta, Heidi Hein und Christine Mundhenk

Verlag Fromman Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt, 2012, 631 S., ISBN 978-3-7728-2574-3
Von Wittenberg aus verfolgt Melanchthon den Speyrer Reichstag. Die Türken in Ungarn und andere Krisenherde verbreiten eine gefährliche Unruhe in Europa und überschatten den Alltag des Wittenberger Professors. 369 Briefe und andere Schriftstücke dokumentieren die vielfältigen Tätigkeitsbereiche Melanchthons, der über die große Last der Aufgaben klagt. Der neu entflammte Abendmahlsstreit und Spannungen mit Luther lassen ihn an den Weggang aus Wittenberg denken. Privat bereitet ihm die unglückliche Ehe seiner Tochter Anna großen Kummer; zutiefst besorgt verfolgt er den Umzug ihrer Familie ins ferne Königsberg.
Rezensionen zu dem Band T 11. Texte 2866-3126 (1542):
The Sixteenth Century Journal, Volume XLIII, No. 3, Fall 2012, Seite 823f.
Archiv für Reformationsgeschichte, Vol. 41, 2012, Seite 35
Rezensionen zu dem Band T 12. Texte 3127-3420a (1543):
Revue d'histoire Ecclésiatique (3-4/2012)
Revue d'histoire et de Philosophie Religieuses 2012, Thome 92 No. 4, p. 672
Nils P. Heeßel
Divinatorische Texte II
Opferschau-Omina
Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 5

Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, 2012, XII, 469 S., 155 Abbildung(en), ISBN 978-3-447-06742-3
Die Opferschau stellte im Alten Orient die einfachste und sicherste Möglichkeit dar, auf direktem Weg mit der Sphäre des Göttlichen zu kommunizieren. Hierbei wurde im Zuge eines bestimmten Rituals eine Frage an die Götter formuliert, deren Antwort an dem Erscheinungsbild der Eingeweide eines Opfertieres abgelesen wurde. Rasch entwickelte sich die Opferschau zu einem hochkomplexen Wissensgebiet, das speziell geschulte Spezialisten erforderte, die sich der Auslegung der Befunde auf den Organen des Opfertieres sowie dem Studium der umfangreichen textlichen Tradition zur Opferschau-Hermeneutik widmeten. Die zahlreichen bei den deutschen Grabungen in Assur gefundenen Opferschau-Texte, die aus der Zeit vom 13. bis zum 7. Jahrhundert v. Chr. stammen, belegen das Interesse der Assyrer an dieser Divinationstechnik, das sich auch in der Überführung von babylonischen Opferschau-Texten nach Assur und in der Entstehung von eigenen Opferschauserien in der assyrischen Hauptstadt manifestierte. In Band 5 der Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts werden neben einer ausführlichen Einleitung zur altorientalischen Opferschau und der spezifischen assyrischen Tradition dieses Genres 74 neue Texte und Textfragmente zur Opferschau in Keilschriftkopie vorgelegt und zusammen mit 48 bereits in Keilschriftkopie publizierten Texten bearbeitet; hierbei werden auch Duplikattexte aus anderen Fundorten berücksichtigt.
Materialien zur Archäologie der Nordgebiete Pakistans
Band 10: Die Felsbildstation Thalpan V
Katologe Ziyarat, Thakot, Khomar Das, Gichoi Das, Darbarbati Das
von Ditte Bandini-König, Bearb. der Inschriften duch Gérard Fussman, Oskar von Hinüber, Nicholas Sims-Williams

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt, 2011, XIII. 275 S. und Tafelteil und Kartenmaterial, ISBN 978-3-8053-4394-7
In der Hochgebirgsregion Nordpakistans erstreckt sich entlang der alten Verkehrswege, die am Oberen Indus und an seinen wichtigsten Zuflüssen wie Gilgit und Hunza sowie Shigar und Shyok in Baltistan und über Paßübergänge des Hindukusch, Karakorum und Westhimalaya verlaufen, eine in der Welt einzigartige Ansammlung von gravierten Felsbildern und Inschriften. Sie markieren nicht nur das Hochasien mit dem südasiatischen Subkontinent verbindende Kommunikationsnetz, sondern bilden darüber hinaus die wichtigste Quelle für die Geschichte von der Späten Steinzeit bis zur Islamisierung von Gilgit-Baltistan, den früheren Northern Areas of Pakistan. Die größte Dichte von Gravuren, die an Felswänden und auf Geröllen eingeritzt sind, begleiten die antiken Routen auf beiden Ufern im unteren Teil des Oberen Indus zwischen Shatial in Indus-Kohistan bis zur Brücke von Raikot und weiter bis zum Zusammenfluß des Gilgit und Indus um die Alam-Brücke südlich von Gilgit. Felsbildkomplexe konzentrieren sich aber vornehmlich um antike Siedlungsplätze und an wichtigen Flußübergängen wie Shatial, Thor, Hodur, Shing Nala und Alam Bridge. Die künstlerisch wie historisch bedeutsamsten Felsbildgalerien umgeben jedoch den in buddhistischer Zeit bestehenden Außenposten des Königreichs der Daradas in Chilas am Südufer des Indus mit seinem sakralen Zentrum in Thalpan. In diesem Band werden fünf Felsbildkornplexe behandelt, die an einem etwa 12 km langen Teilstück der Route auf dem nördlichen Ufer des Indus liegen. Von den aufgenommenen Felsbildern werden etwa 2220 Gravuren, darunter 188 Inschriften vorgelegt. 173 von ihnen sind in Brāhmī, sechs in Kharosṭhī und neun in Sogdisch abgefaßt.
Deutsches Rechtswörterbuch
Wörterbuch der älteren deutschen Rechtssprache
Band 12, Heft 7/8

Verlag Böhlaus Nachfolger, Weimar, 2012, 160 S., 320 Sp., ISBN 978-3-7400-1262-5
Was hat Liebe mit Recht zu tun? Was ist ein „Schnappreitel“? Diese und andere Fragen beantwortet das Deutsche Rechtswörterbuch, das neben juristischen Fachbegriffen auch Wörter der Alltagssprache in rechtlichem Kontext erklärt. Über 1.200 Jahre Wortgeschichte anhand von Belegen aus der gesamten westgermanischen Sprachfamilie.
Thesaurus Cultus et Rituum Antiquorum
Band VIII: Space and public Space, Polarities in religious Life, religious Interrelations between the classical World and neighbouring Civilizations
und Addendum zu Band VI: Death and Burial
Supplementum: Animals and Plants

Getty Publications, Los Angeles, USA, 2012, XIV. 557 S., ISBN 9781606061022
ThesCRA is a major multivolume reference work on all known aspects of Greek, Etruscan, and Roman cults and rituals. Providing both a sweeping overview and an in-depth investigation, ThesCRA covers the period from Homeric times (1000 B.C.) to late Roman times (A.D. 400).The first five volumes appeared between 2004 and 2006 and covered the dynamic elements and activities of ancient cults and rituals. Illustrated scholarly articles in English, French, Italian, and German treat such topics as processions, sacrifices, libations, dedications, purification, initiation, divination, prayer, asylum, oaths, maledictions, banquets, music, dance, cult places, cult statues, and cult implements. The latter three volumes address the occasions and circumstances of ritual. The forty-one authors of Volume VIII write about public and private life, guilds, priesthoods, priestly colleges, and other institutions, law, diplomacy, war, festivals of various kinds, and religious links to neighboring societies. In addition, the book includes an addendum to Volume VI on death and burial in the Greek world, and a supplement on animals and plants. Volume VIII brings to completion this unique research tool.
Goethe-Wörterbuch
Band 5: Inhalt - Medizinalaufwand
Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften in Göttingen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2011, ca. 788 S., 1536 Spalten , ISBN 978-3-17-019184-6
Das Goethe-Wörterbuch (GWb) informiert umfassend und ausführlich über mehr als 90.000 Wörter und ihre Bedeutungen. Dank der Fülle und Universalität von Goethes Wortschatz und dem Beziehungsreichtum seiner Wortverwendungen ist es ein Nachschlagewerk mit ungewöhnlich vielseitigen lexikalischen Informationen. Im Zentrum stehen die Belegzitate, die die einzelnen Wörter in ihrem Satz- und Sinnzusammenhang zeigen. Das GWb ist damit eine Fundgrube für alle, die selbst professionell mit Sprache zu tun haben oder einfach Liebhaber der Literatur und der Wörter sind. Für die Germanisten und insbesondere die moderne Goethe-Forschung ist es inzwischen zum unentbehrlichen Arbeitsinstrument geworden. Goethes Wortschatz wird vollständig dargeboten, als Stichwort erscheinen sämtliche Wörter aus allen Textbereichen des Goetheschen Oeuvres: aus Vers- und Prosadichtung, autobiographischen, literatur- und kunsttheoretischen Schriften, naturwissenschaftlichen, amtlichen und Rechtsanwaltsschriften, Briefen und Tagebüchern, ergänzt durch das von Gesprächspartnern überlieferte, gesprochene Wort.
Martin Bucers Deutsche Schriften
Band 15: Schriften zur Reichsreligionspolitik der Jahre 1545/1546,
hrsg. von Christoph Strohm, bearb. von Susanne Haaf, unter Mitarbeit von Albert de Lange

Gütersloher Verlagshaus, 2011, ca. 660 S., ISBN 978-3-579-04880-2
Die dramatische Zuspitzung der Glaubenskontroverse in den Jahren 1545 und 1546
Während sich am Jahresende 1545 in Regensburg einige Delegierte, unter ihnen Martin Bucer, zu einem neuerlichen Religionsgespräch zusammenfanden, wurde in Trient das päpstliche Konzil ohne protestantische Beteiligung eröffnet. Bucer, der langjährige Verfechter eines Nationalkonzils, mußte sich nun den Realitäten der Zeit beugen: Erneut blieb ihm lediglich, in Regensburg in kleinem Kreis um evangelische Wahrheiten zu streiten, dem päpstlichen Konzil und dem drohenden Protestantenkrieg Kaiser Karls V. aber mit scharfen Worten zu begegnen. Die hier gesammelten Texte zeigen den Straßburger Reformator als Gutachter, Editor, Verfasser von Flug- und Streitschriften und Berichterstatter. Sie dokumentieren eindrücklich die dramatische Zuspitzung der Glaubenskontroverse in den Jahren 1545 und 1546 sowie die Grenzen von Bucers Reunionsbestrebungen angesichts der Unvereinbarkeit der religiösen Gegensätze. (Text aus Verlagsankündigung).
Martin Bucers Deutsche Schriften
Band 14: Schriften zu Täufertum und Spiritualismus 1531/1546 ,
hrsg. von Christoph Strohm, bearbeitet von Stephen E. Buckwalter

Gütersloher Verlagshaus, 2011, ca. 640 S., ISBN 978-3-579-04879-6
Der christliche Glaube und die ethischen Konsequenzen
Kein Reformator hat die Auseinandersetzung und das Gespräch mit Außenseitern der Reformation wie Täufern und Spiritualisten so eifrig gesucht wie Martin Bucer. Deren Tendenz zur Absonderung und deren skeptische bis ablehnende Haltung gegenüber der weltlichen Obrigkeit widersprachen diametral seiner Vorstellung einer die ganze Gesellschaft umfassenden Reformation unter bewußter Zuhilfenahme obrigkeitlicher Maßnahmen. Dennoch teilte er mit diesen Kritikern einer „Volkskirche“ die zentrale Überzeugung, daß der christliche Glaube ethische Konsequenzen mit sich bringen müsse. Deshalb maß er dem Gespräch mit Gegnern wie Pilgram Marpeck und Caspar Schwenckfeld, aber auch mit vielen weiteren, weniger prominenten Täufern und Spiritualisten große Bedeutung zu, wie die vierzehn in diesem Band versammelten Schriften dokumentieren. (Text aus der Verlagsankündigung).
Martin Bucers Deutsche Schriften
Band 13: Unionsschriften 1542-1545,
hrsg. von Christoph Strohm, bearbeitet von Thomas Wilhelmi

Gütersloher Verlagshaus, 2011, ca. 460 S., ISBN 978-3-579-04313-5
Der große Kämpfer für Verständigung und Einheit
Martin Bucer war in Religionsfragen zeit seines Lebens auf Ausgleich und Vermittlung bedacht. Seinen Grundsätzen und seiner Linie blieb er zwar treu, verzichtete aber auf eine unnötige Ausprägung seines theologischen Standpunkts in der Hoffnung, alle Protestanten zur Einheit zu bringen. In Frankfurt/M. vermittelte er im Dezember 1542 erfolgreich zwischen den dortigen in theologischen Fragen zerstrittenen Predigern. In den Jahren 1543-1545 bemühte er sich nicht nur im Kölner Reformationsversuch, sondern insbesondere auch in den Religionsgesprächen um Verständigung und Einheit. Gerade in diesen religionspolitisch sehr bewegten Jahren strebte Bucer unablässig und manchmal fast mit dem Mut der Verzweiflung eine Verständigung und einen Ausgleich innerhalb des protestantischen Lagers und auch eine Einflußnahme auf die Religionspolitik des Reiches an. (Text aus der Verlagsankündigung).
Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts
Zehnter Band: Hessen III: Die Grafschaften Nassau, Hanau-Münzenberg und Ysenburg
begr. von Emil Sehling, bearb. von Sabine Arend

Mohr Siebeck, Tübingen, 2012, XIV 741 S., ISBN 978-3-16-152212-3
Mit der Einführung der Reformation in einem Territorium oder einer Reichsstadt waren die Landesherren und Magistrate gezwungen, ihren Gemeinwesen für zahlreiche Bereiche des kirchlichen Lebens neue Ordnungen zu geben, auch weil sie die päpstliche Obedienz und die bischöfliche Jurisdiktion nicht mehr anerkannten. Die erlassenen Ordnungen wirkten dabei oft weit über den Rahmen des kirchlichen Lebens hinaus auf das politische und rechtliche Geschehen in den Territorien. Zu den kirchenordnenden Texten zählen Agenden, Liturgien, Gebetsformulare, Vorschriften zur Anstellung von Pfarrern und Diakonen sowie Richtlinien zu ihrer Tätigkeit, Instruktionen für Visitationen, aber auch Armen-, Ehe- und Zuchtordnungen.
Der vorliegende Band führt die Editionsreihe kirchenordnender Dokumente des 16. Jahrhunderts fort. Nachdem bereits 1965 und zuletzt 2011 zwei Bände mit Ordnungen der Territorien und Reichsstädte auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen erschienen sind, schließt dieser die Edition für den hessischen Raum ab. Der Band enthält die Kirchenordnungen der Grafschaften Nassau, Hanau-Münzenberg und Ysenburg. In diesen drei Territorien war vor dem Interim die Reformation Wittenberger Prägung eingeführt worden, seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts leiteten die Landesherren jedoch den Wechsel zum reformierten, an Calvins Theologie ausgerichteten, Bekenntnis ein. Die Kirchenordnungen dieser drei Grafschaften spiegeln auf der einen Seite den innerevangelischen Konfessionswechsel wider und geben auf der anderen Einblicke in die kirchlichen Verhältnisse reformierter Territorien im 16. Jahrhundert.
Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts
Vierundzwanzigster Band: Siebenbürgen: Das Fürstentum Siebenbürgen. Das Rechtsgebiet und die Kirche der Siebenbürger Sachsen.
begr. von Emil Sehling, bearb. von Martin Armgart unter Mitwirkung von Karin Meese

Mohr Siebeck, Tübingen, 2012, XIV, 534 S., ISBN 978-3-16-150652-9
Mit der Einführung der Reformation in einem Territorium oder einer Reichsstadt waren die Landesherren und Magistrate gezwungen, ihren Gemeinwesen für zahlreiche Bereiche des kirchlichen Lebens neue Ordnungen zu geben, auch weil sie die päpstliche Obedienz und die bischöfliche Jurisdiktion nicht mehr anerkannten. Die erlassenen Ordnungen wirkten dabei oft weit über den Rahmen des kirchlichen Lebens hinaus auf das politische und rechtliche Geschehen in den Territorien. Zu den kirchenordnenden Texten zählen Agenden, Liturgien, Gebetsformulare, Vorschriften zur Anstellung von Pfarrern und Diakonen sowie Richtlinien zu ihrer Tätigkeit, Instruktionen für Visitationen, aber auch Armen-, Ehe- und Zuchtordnungen.
Der vorliegende Band erfasst ein Territorium außerhalb des Reichs. Siebenbürgen wurde zum Sonderfall konfessionellen Miteinanders von vier rezipierten und weiteren tolerierten Konfessionen; das "ius reformandi" lag bei den Gemeinden. Den allgemeinen Rahmen schufen Landtagsbeschlüsse, die den Schwerpunkt des ersten, Siebenbürgen allgemein betreffenden Teils bilden. Seit jeher besondere Aufmerksamkeit fand die dortige deutschsprachige Minderheit, die ein exemtes Rechtsgebiet besaß und im 16. Jahrhundert eine eigene landeskirchliche Organisation aufbaute. Ein Teil ediert zentrale Texte ihrer Reformationsgeschichte wie das "Reformationsbüchlein für Kronstadt und das Burzenland" von 1543 und die Kirchenordnung aller Deutschen in Siebenbürgen von 1547 wie auch 80 weitere kirchenordnende Texte weltlicher Instanzen wie auch der geistlichen Selbstverwaltung.
Dictionnaire onomasiologique de l`ancien gascon (DAG)
Fascicule 14
Fondé par Kurt Baldinger, ed. par Nicoline Winkler et Tiana Shabafrouz

De Gruyter, Berlin, 2011, ISBN 978-3-11-027183-6
Le Dictionnaire onomasiologique de l`ancien gascon (DAG) est le premier dictionnaire qui se consacre spécifiquement au vocabulaire gascon medieval. II présente de façon onomasiologique l'inventaire lexical du plus ancien gascon depuis les origines de la langue écrite, au XIe siècle V 1300 environ. Le corpus est constitué de textes documentaires (chartes et textes de loi). La perspective onomasiologique, qui classe les matériaux en fonction de leur sens, offre l'avantage de fournir une vision d'ensemble organique des moyens d`expression en vigueur dans la langue du sud-ouest de la France au Moyen-Åge.
Le DAG nouvelle formule se présente désormais comme un dictionnaire plus concis, plus dense et plus tonique. Les nouveaux articles accordent davantage d`importance à la description sémantique et aux emplois en locution. L`ancienne citation profuse des contextes se limitera à un seul exemple. La simplification qui en découle procure un gain de lisibilité.