Publikationen: Neuerscheinungen

Philosophisch-historische Klasse
Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse
Akademiekonferenzen
Forschungsstellen

Philosophisch-historische Klasse

 

Theologenbriefwechsel im Südwesten des Reichs in der Frühen Neuzeit (1550–1620)

Zur Relevanz eines Forschungsvorhabens

Christoph Strohm

Schriften der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Band 57

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Universitätsverlag Winter, Heidelberg, ISBN 978-3-8253-6511-0

 

Die Einführung der Reformation in Württemberg 1534 stand vor der Aufgabe, zwinglianische Einflüsse aus dem benachbarten Zürich mit lutherischen Orientierungen zu verbinden. So wurde die württembergische Konkordie von 1534 zum Ausgangspunkt späterer innerprotestantischer Einigungsbemühungen. 1563 entstand in der Kurpfalz der Heidelberger Katechismus als eines der wichtigsten reformierten Bekenntnisse. Nicht zuletzt als Reaktion darauf wurde 1577 unter maßgeblicher Beteiligung württembergischer Theologen, insbesondere des langjährigen Kanzlers der Tübinger Universität, Jakob Andreä, die Konkordienformel als lutherisches Einigungsbekenntnis verfasst.

Eine möglichst umfassende digitale Erfassung und exemplarische Edition der Korrespondenzen aller führenden Theologen in Kirche und Universität zwischen 1550 und 1620 soll die bislang nicht ausreichend gewürdigte Bedeutung des Südwestens des Reichs für die europäische Reformationsgeschichte sichtbar machen.



 

 

Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse

 

Risiko und Verantwortung in der modernen Gesellschaft

Hermann H. Hahn, Thomas W. Holstein, Silke Leopold  Hrsg.

Schriften der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse, Band 26

Hahn, Holstein, Leopold_Risiko und Verantwortung

Springer Spektrum, Wiesbaden, ISBN 978-3-658-06321-4

 

In der modernen Gesellschaft sind Entscheidungen, z.B. zur Umweltvorsorge für den Wassersektor, durch einerseits wachsende Risiken, andererseits diffuser werdende Verantwortlichkeiten geprägt. Die Beiträge stammen aus einer Reihe von Akademiesitzungen; sie beginnen mit einer philosophischen Begründung für die außerordentliche Rolle, die ‚alles Wasser in unserem Leben‘ spielt. Risiken für den Bereich der umwelt- und gesundheitsrelevanten Kompartimente Atmosphäre und Wasser zu identifizieren, zu quantifizieren und den Betroffenen zu kommunizieren, ist neben deren naturwissenschaftlichen Komponenten auch eine Herausforderung für die Politikwissenschaft. Risiko ist dabei zu verstehen als der Versuch, die Folgen menschlichen Handelns möglichst quantitativ und auch im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit des Eintretens vorherzusagen. Neben der Erörterung der Risikoaspekte in der Setzung von Qualitätsstandards im Umwelt- und Verbraucherbereich ist vor allem die Verantwortbarkeit angesprochen.



Akademiekonferenzen

 

Martin Bucer, der dritte deutsche Reformator, Band 26

Zum Ertrag der Edition der Deutschen Schriften Martin Bucers

Christoph Strohm und Thomas Wilhelmi (Hg.)

Akademiekonferenzen, Band 26

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Universitätsverlag Winter, Heidelberg, ISBN 978-3-8253-6723-7

 

Die nun erfolgreich abgeschlossene Edition der Deutschen Schriften des Reformators Martin Bucer hat das am Beginn der Arbeiten formulierte Urteil über Bucer als „den dritten deutschen Reformator“ bestätigt. Seine vielfältige Bedeutung für die deutsche sowie die europäische Reformationsgeschichte und insbesondere seine Schlüsselrolle bei der Einführung und Ausgestaltung der Reformation in den wichtigen Territorien und Reichsstädten im Südwesten des Reiches steht nun klarer vor Augen. Hier hat Bucer die thematischen Schwerpunktsetzungen wie zum Beispiel die Klärung des Umgangs mit dem Kirchengut oder auch der Verantwortung der weltlichen Obrigkeit in Religionsangelegenheiten entfaltet und sein theologisches Profil gewonnen. Kein geringerer als Johannes Calvin hat Vieles davon aufgenommen, weiterentwickelt und zu weltgeschichtlicher Wirkung gebracht.

 



Forschungsstellen

 

The Nature of Culture

Based on an Interdisciplinary Symposium ‘The Nature of Culture’, Tübingen, Germany

Miriam N. Haidle, Nocholas J. Conard, Michael Bolus (Eds)

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Springer Science+Business Media, Dordrecht, ISBN 978-94-017-7426-0

 

This volume introduces a model of the expansion of cultural capacity as a systemic approach with biological, historical and individual dimensions. It is contrasted with existing approaches from primatology and behavioural ecology; influential factors like differences in life history and demography are discussed; and the different stages of the development of cultural capacity in human evolution are traced in the archaeological record.

 


Die Deutschen Inschriften

Die Inschriften des Landkreises Schwäbisch Hall I

Der ehemalige Landkreis Crailsheim

Gesammelt und bearbeitet von Harald Drös

Die Deutschen Inschriften

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Dr. Ludwig Reichert Verlag, Wiesbaden, ISBN 978-3-95490-120-3

 

Das Ziel des Projektes ist die Sammlung und Edition aller lateinischen und deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zum Jahr 1650. Das Sammelgebiet umfasst nach heutigem Stand Deutschland und Österreich sowie Südtirol. Die Ergebnisse der Sammlung werden in den DI-Bänden ediert. Ein Band beinhaltet entweder die Inschriften eines bzw. mehrerer Stadt- oder Landkreise oder die Inschriften einzelner Städte. Bei Städten mit besonders großem Inschriftenbestand werden Einzelkomplexe gesondert ediert. Aufgenommen werden sowohl die noch erhaltenen als auch die nur mehr kopial überlieferten Inschriften. Das Projekt “Die Deutschen Inschriften” ist das bei Weitem älteste moderne Unternehmen zur Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften. Begründet wurde es vor über 75 Jahren als Gemeinschaftsunternehmen der wissenschaftlichen Akademien in Deutschland und Österreich auf Initiative des Germanisten Friedrich Panzer (Heidelberg) unter wesentlicher Mitwirkung der Historiker Karl Brandi (Göttingen) und Hans Hirsch (Wien).

Der Band enthält in 568 Katalogartikeln die Inschriften des ehemaligen Landkreises Crailsheim von der Karolingerzeit bis 1650 (mit Schwerpunkt in der zweiten Hälfte des 16. und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts), von denen über 200 erstmals veröffentlicht werden. Wichtigste Standorte sind die brandenburg-ansbachische Amtsstadt Crailsheim mit ihren zahlreichen Grabmälern des regionalen Adels und der Bürgerschaft in der Johanneskirche und auf dem Alten Gottesacker sowie die gräflich hohenlohische Residenz Langenburg, wo sich im Schloß und in der Stadtkirche, aber auch an Bürgerhäusern, zahlreiche Inschriften erhalten haben. Unter dem lokalen Niederadel, der mit repräsentativen Inschriften in seinen Burgen und in den als Familiengrablegen genutzten Dorfkirchen in Erscheinung tritt, sind vorweg die von Crailsheim, die von Wollmershausen und die von Berlichingen zu nennen.


 

Karl Jaspers Gesamtausgabe

Vom Ursprung und Ziel der Geschichte

Kurt Salamun (Hrsg.)

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Schwabe Verlag, Basel, ISBN 978-3-7965-3429-4

 

Die zentrale Annahme dieses Buches ist die universalgeschichtliche These von einer Achsenzeit (880–200 v. Chr.) in der Weltgeschichte, in der voneinander unabhängig in China, Indien und dem Abendland strukturell ähnliche kulturelle Revolutionen und Aufbrüche erfolgt sind. Inwieweit diese Aufbrüche für das kulturelle Leben in der Gegenwart weiterhin bedeutsam sind, wird heute in kulturwissenschaftlichen Disziplinen wie der Religions- und Kultursoziologie, der vergleichenden Kulturtheorie, der Theorie der Moderne u.a. neu diskutiert. Im Vom Ursprung und Ziel der Geschichte wird außerdem u.a. der Stellenwert von Wissenschaft und Technik in der Moderne erörtert; Überlegungen über eine mögliche Welteinheit (im Sinne eines Weltfriedenszustandes) werden angestellt sowie zeitgeschichtliche Tendenzen in der Politik (z.B. Totalitäts- und Planungsideologien) kritisiert, die im Gegensatz zu Jaspers’ liberalem Ethos der Freiheit und der Humanität stehen.


 

Die Weltchronik des Johannes Malalas

Autor - Werk - Überlieferung

Malalas Studien 1

, Mischa Meier, Christine Radtki, Fabian Schulz (Hg.)

drw
 

Franz Steiner Verlag,  ISBN 978-3-515-11099-0

 

Die 18 Bücher umfassende Chronik des Johannes Malalas stellt das älteste erhaltene Beispiel einer byzantinischen Weltchronik dar und bietet damit singuläre Einblicke in die Frühphase einer literarischen Gattung, die für das byzantinische Mittelalter zentrale Bedeutung besessen hat. Die moderne Forschung sieht das Werk als eine wichtige zeithistorische Quelle für die Geschichte des 5. und 6. Jahrhunderts n. Chr., das auch Einblicke in kultur- und mentalitätsgeschichtliche Aspekte erlaubt.
Trotz steigenden Forschungsinteresses sind viele grundlegende Fragen nach wie vor offen: Welche Ausbildung hat Malalas durchlaufen, woran hat er geglaubt? In welche Gattung gehört sein Werk, das gemeinhin Chronik genannt wird? Kann mittels anderer Textzeugnisse der verlorene Urtext des Malalas erschlossen werden?
Im ersten Band der Malalas-Studien, der die Ergebnisse der Auftakttagung des Tübinger Projektes zur historischen und philologischen Kommentierung der Chronik präsentiert, werden insbesondere drei Schwerpunkte beleuchtet: die Frage nach der Person des Autors, nach der Überlieferung seiner Chronik und der mittelalterlichen (mehrsprachigen) Malalas-Tradition sowie die Frage nach der Gattung der Chronik und ihrer zeitgeschichtlichen sowie intellektuellen Verankerung.


 

Deutsches Rechtswörterbuch

Wörterbuch der älteren deutschen Rechtssprache, Band XIII Heft 5/6, "Sittenrichter - Spielzettel"

Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.)

drw
 

Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar, ISBN 978-3-7400-0005-9

Deutsches Rechtswörterbuch

 

Das Deutsche Rechtswörterbuch ist – als ein Wörterbuch der älteren Sprache – ein historisches Wörterbuch. Es behandelt die Sprache des Rechts vom Beginn der schriftlichen Überlieferung in lateinischen Urkunden der Völkerwanderungszeit bis etwa 1800. Für die heutige Rechtssprache müssen Sie in einem modernen Rechtswörterbuch nachschlagen. Es gibt solche beispielsweise von Creifelds und Köbler.
Weiter ist es ein Wörterbuch der deutschen Rechtssprache. "Deutsch" bezeichnet nach der Theorie des 19. Jahrhunderts, in dem das DRW konzipiert wurde, als Oberbegriff die gesamte westgermanische Sprachfamilie, wie Jacob Grimm es in seiner Einleitung zum Deutschen Wörterbuch festgelegt hat, "so dasz gleichwohl die friesische, niederländische, altsächsische und angelsächsische noch der deutschen sprache in engerm sinn zufallen" [Band I, Leipzig 1854, p. XIV].
Und schließlich ist das Deutsche Rechtswörterbuch ein Wörterbuch der Rechtssprache. Der Begriff Rechtssprache bezeichnet keine Fachsprache im engeren Sinne, sondern den Allgemeinwortschatz in seinen rechtlichen Bezügen. Dargestellt wird, wie sich Rechtsvorstellungen und Rechtsinstitute in der Alltagssprache manifestiert haben. Das DRW enthält somit nicht bloß juristische Fachbegriffe, sondern auch alle Wörter der Allgemeinsprache, sofern sie in rechtlichen Kontexten auftreten. So wird auch ein Adjektiv wie "nackt" behandelt – in seiner rechtsrelevanten Bedeutung "im Zustand der Nacktheit als Indiz für Ehebruch". Sie finden bei uns also Wörter wie "machen", "Kuß", "Kessel" und "Linde" ebenso wie "Litiskontestation", "Pfandkonstitution" und "Pfarracker".


 

Nietzsche-Kommentar

Andreas Urs Sommer: Jenseits von Gut und Böse

Historischer und kritischer Kommentar zu Friedrich Nietzsches Werken, Band 5/1

Nietzschekom Jenseits

Walter de Gruyter, Berlin/Boston,  ISBN 978-3-11-029335-7

  

Seit 2008 entsteht an der Akademie-Forschungsstelle in Freiburg der erste umfassende historische und kritische Kommentar zum Werk Friedrich Nietzsches. Obwohl er zu den wirkungsmächtigsten Denkern der Moderne gehört, fehlte bisher ein übergreifender Kommentar zu seinem Gesamtwerk, der die philosophischen, historischen und literarischen Voraussetzungen und Kontexte erschließt. Der Nietzsche-Kommentar führt Ergebnisse der bisherigen Forschung zusammen und erweitert den Kenntnisstand zugleich erheblich. Einleitende Überblickskommentare stellen Nietzsches Schriften in den konzeptionellen Zusammenhang, erläutern ihre Struktur und bieten Informationen zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Umfangreiche Stellenkommentare gehen auf einzelne Textpartien und ihre Quellen ein. So entsteht ein neuer Zugang zu Nietzsches Werken. Für die künftige Nietzsche-Forschung bildet dieser Kommentar eine unentbehrliche Grundlage.
Jenseits von Gut und Böse ist ein Werk, mit dem Nietzsche einen neuen Ton fand, um so die „Philosophie der Zukunft“ zu initiieren. Es untergräbt gewohnte Gewissheiten in fundamentalphilosophischer, religiöser, moralischer und politischer Hinsicht. Zugleich verspricht es, die Perspektiven, das Leben der Leser grundlegend zu verändern. Signalbegriffe wie „Wille zur Macht“ und „Sklaven-Moral“ dürfen nicht als feste Lehren missverstanden werden.


 

Goethe Wörterbuch

Sechster Band

10. Lieferung: Passeport - Phaidra

Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgsichen Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften in Göttingen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Goethe WB

Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart,  ISBN 978-17-029067-9

 

Das Goethe-Wörterbuch (GWb) informiert umfassend und ausführlich über mehr als 90.000 Wörter und ihre Bedeutungen. Dank Goethes Wortschatz und seiner Wortverwendungen ist es ein Nachschlagewerk mit ungewöhnlich vielseitigen lexikalischen Informationen.
Im Zentrum stehen die Belegzitate, die die einzelnen Wörter in ihrem Satz- und Sinnzusammenhang zeigen.

Goethes Wortschatz wird vollständig dargeboten, als Stichwort erscheinen sämtliche Wörter aus allen Textbereichen des Goetheschen Oeuvres: aus Vers- und Prosadichtung, autobiographischen, literatur- und kunsttheoretischen Schriften, naturwissenschaftlichen, amtlichen und Rechtsanwaltsschriften, Briefen und Tagebüchern, ergänzt durch das von Gesprächspartnern überlieferte, gesprochene Wort.

 


Bhuddist Stone Sutras in China

Sichuan Province

Volume 3

Series Editor Lothar Ledderose, edited by Claudia Wenzel and Sun Hua

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Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, ISBN 978-3-447-10588-0

 

The third volume on the inscriptions carved in cave chapels at the Grove of the Reclining Buddha (Wofoyuan) in Anyue County, Sichuan, presents the earliest and central section of the precinct. Cave 46, which boasts a unique architecture, contains eight sutras carved in their entirety or in parts, and two dhāraṇī spells. As in former volumes, all engravings are fully reproduced in detailed high quality photographs of the cave walls and of ink rubbings. The texts are transcribed for the first time, with a scholarly apparatus noting textual variants and variant characters in the calligraphy. Essays highlight the significance of particular text versions and point out unexpected insights in this treasure store of texts.

 


Evangelische Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts

Zweiundzwanzigster Band: Nordrhein-Westfalen II. Das Erzstift Köln. Die Grafschaften Wittgenstein, Moers, Bentheim-Tecklenburg und Rietberg. Die Städte Münster, Soest und Neuenrade. Die Grafschaft Lippe (Nachtrag)

bearb. von Sabine Arend

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Verlag Mohr Siebeck,Tübingen, ISBN 978-3-16-154245-9

Evangelische Kirchenordnungen entstanden im 16. Jahrhundert vor dem Hintergrund des reformatorischen Umbruchs. Sie trugen ordnende Strukturen in die Kirche ein, indem sie Ämter, Liturgie, Predigt und Gottesdienst gemäß der evangelischen Lehre neu definierten. Viele Kirchenordnungen wirkten auch in das gesellschaftliche Leben hinein, auf die öffentliche Fürsorge und die soziale Ordnung sowie in den Bereich von Haus und Familie mit Regelungen zur Ehe und zum Zusammenleben der Partner.

Der rheinisch-westfälische Raum stellt hinsichtlich der Reformationseinführung eine heterogene Landschaft dar. Er war nicht nur territorial stark zersplittert, sondern auch konfessionell vielgestaltig. Nachdem zahlreiche Territorialherren und städtischen Magistrate in den 1530er Jahren die Reformation lutherischer Prägung eingeführt hatten, leiteten einige Fürsten in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts den Wechsel zum reformierten, an der Theologie Johannes Calvins ausgerichteten, Bekenntnis ein.


Kommentierung der Fragmente der griechischen Komödie

Fragmenta Comica

Band 10.9, Andreas Bagordo: Aristophanes fr. 590-674. Incertarum fabularum fragmenta

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Verlag Antike, Heidelberg, ISBN 978-3-946317-00-5

Die Reihe Fragmenta Comica wird die vollständige Kommentierung der Fragmente der griechischen Komödie bieten.
Ziel der Kommentare ist es, einerseits die in der Regel schwierig zu verstehenden Texte unter allen möglichen Gesichtspunkten zu erschließen, andererseits, wo dies möglich ist, eine Rekonstruktion der Stücke zu versuchen und eine literaturgeschichtliche Einordnung der Autoren vorzunehmen. Die Fragmente und Testimonien werden übersetzt.
Die in den Kommentaren erzielten Ergebnisse sollen in allgemeine Studien einfließen, die in den Studia Comica veröffentlicht werden: zur Komik und komischen Techniken wie Parodie, Satire sowie zur politischen Funktion.
Prof. Dr. Bernhard Zimmermann leitet die Forschungsstelle „Kommentierung der Fragmente der griechischen Komödie“ an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Die Arbeitsstelle des Projekts ist am Seminar für Klassische Philologie der Universität Freiburg angesiedelt. Ein Weblog berichtet aktuell über den Fortgang des Projekts, das auf 15 Jahre ausgelegt ist.
Das Projekt ist international vernetzt und arbeitet mit Zentren zur Erforschung der fragmentarisch erhaltenen griechischen Literatur in Italien, Großbritannien und den USA zusammen.

 


 

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Melanchthons Briefwechsel

Band T 17: Texte 4791-5010  (Juli - Dezember 1547)

Hrsg. von Christine Mundhenk, bearb. von Matthias Dall'Asta, Heidi Hein und Christine Mundhenk.

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Verlag Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt, ISBN 978-3-7728-0631-5

 

Nach dem Ende des Schmalkaldischen Krieges beginnt die Neuordnung der Territorien. 233 Briefe zeigen die vielen Unwägbarkeiten, die die veränderte politische Lage mit sich brachte, aber auch die Gefühlslage des Gelehrten, der viele Angebote von außerhalb bekommt, seine Heimat aber dort sieht, wo er mit seinen Freunden zusammen sein kann. Melanchthon ist ein gefragter Gesprächspartner bei der Planung des Universitätswesens. Er ist an Verhandlungen über die Gründung einer Universität in Jena beteiligt, wird dann aber nach Wittenberg gerufen, wo über die Wiedereröffnung der dortigen Universität beraten wird. Ohne seine Freunde fühlt er sich dort einsam, denn der kollegiale Austausch fehlt ihm; aber der Druck seiner ›Dialektik‹ hält ihn dort fest. Bange blickt er auf den beginnenden Reichstag in Augsburg. Melanchthons Sorgen sind so groß, dass er noch am Ende des Jahres träumt, Kurfürst Moritz wolle Wittenberg in Trümmer legen.

 

Zum Forschungsprojekt


 

verantwortlich: Redaktion
Letzte Änderung: 29.06.2017