Nachwuchsforscher bestehen Evaluation mit Bravour

Pressemitteilung vom 03. Februar 2006

WIN-Programm der Heidelberger Akademie der Wissenschaften auf dem Prüfstand – „Diese Art interdisziplinärer Zusammenarbeit ist einzigartig“

 

Das WIN-Programm zeichnet sich durch Interdisziplinarität und großen Freiraum für die Jungwissenschaftler aus. Über ihre Arbeitsergebnisse mussten sie einer auswärtigen Kommission Rede und Antwort stehen.
(Foto: Akademie/Oestergaard)

Nach Abschluss des WIN-Schwerpunktes legen die Kollegiaten der Akademie ihre Ergebnisse vor. Alle Projektgruppen arbeiten derzeit an einer Publikation zu ihrem Arbeitsgebiet.
(Foto: Akademie/Oestergaard)

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften ist eine der herausragenden Forschungseinrichtungen Baden-Württembergs. Die interdisziplinäre Forschung ist eines ihrer Hauptanliegen, daneben fördert sie den wissenschaftlichen Nachwuchs.
(Foto: Akademie/Oestergaard)

Am 27. Januar wurde das wissenschaftliche Nachwuchsprogramm „WIN“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften evaluiert. Begutachtet wurde der zweite inhaltliche Schwerpunkt „Kulturelle Grundlagen der Europäischen Einigung“. Die Überprüfung nahm eine Gruppe hochkarätiger auswärtiger Gutachter vor. Nun liegt der Akademie das Ergebnis vor: Allen drei überprüften Arbeitsgruppen wurde eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit bescheinigt, sie werden für zwei weitere Jahre gefördert.

Das WIN-Programm, wird vom Land Baden-Württemberg mit jährlich 900.000 – finanziert. Es setzt sich aus einem natur- und einem geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt zusammen. Insgesamt werden sechs Jungforschergruppen gefördert. Der geisteswissenschaftliche Schwerpunkt wurde im Juni 2003 eingerichtet. Die Projekte sind: „Legitimität einer Europäischen Verfassung unter den Bedingungen nationaler Verfassungstraditionen. Fragen der horizontalen und vertikalen Gewaltenteilung am Beispiel von Gesetzgebung und Finanzverfassung“ (Konstanz, Mannheim, Tübingen), „Konstruktion von Vergangenheit als Raum des Politischen: Europa und das »historische Imaginäre«“ (Konstanz, Tübingen) sowie „Welterschließung im Spannungsfeld zwischen symbolischer und universalisierter Rationalität“ (Konstanz, Tübingen).

„Die erforschten Themenbereiche sind grundlegend für unser Verständnis, worauf sich eine europäische Verfassung gründet“, so Prof. Dr. Willi Jäger, der Koordinator der Programms. Die Wurzel, die Entwicklung der europäischen Idee sowie der gegenwärtige Versuch eine europäischen Verfassung zu konstituieren, wird von jungen Juristen, Philosophen, Theologen, Historikern, Wirtschaftswissenschaftlern interdisziplinär untersucht. „Die Interdisziplinarität und der große Freiraum, mit dem unsere Nachwuchswissenschaftler agieren können, ist einzigartig in unserer Forschungslandschaft.“ Die Gutachter gaben nach einer intensiven Diskussion ein sehr positives Urteil über die bisherige Arbeit ab und empfahlen einstimmig die Förderung für weitere zwei Jahre. Insgesamt sprachen die Gutachter für diese, in ihrer Art einmaligen Kooperation von jungen Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen hohe Anerkennung aus.“, so Jäger. 15 Nachwuchsforscher sind dem WIN-Programm gegenwärtig angeschlossen.



Rückfragen bitte an

Dr. Johannes Schnurr
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Telefon: 06221 / 54 34 00
Fax: 06221 / 54 33 55
E-Mail: johannes.schnurr@urz.uni-heidelberg.de
Internet: www.haw.baden-wuerttemberg.de

sowie

Prof. Dr. Willi Jäger
Telefon: 06221 / 54 57 80
Fax: 06221 / 54 86 52
E-Mail: jaeger@iwr.uni-heidelberg.de

Verantwortlich: Redaktion
Letzte Änderung: 23.06.2009