Welche Bedeutung besass die Monarchie für die Entstehung des modernen Europas?

Pressemitteilung vom 23. Oktober 2006

Heidelberger Akademie der Wissenschaften lädt zu ihrer Öffentlichen Sitzung ein – „Die Monarchie im bürgerlichen Jahrhundert“

 

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften ist eine der herausragenden Forschungseinrichtungen Baden-Württembergs. Die interdisziplinäre Forschung ist eines ihrer Hauptanliegen, daneben fördert sie den wissenschaftlichen Nachwuchs. (Foto: Akademie/Oestergaard)

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, wissenschaftliche Landesakademie Baden-Württembergs, lädt die interessierte Öffentlichkeit zu ihrer auswärtigen Öffentlichen Sitzung ein. Sie findet am Samstag, dem 28. Oktober, um 11 Uhr im Tulla-Hörsaal der Universität Karlsruhe statt. Den wissenschaftlichen Vortrag hält Prof. Dr. Dieter Langewiesche, Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Tübingen. Langewiesche ist Mitglied der Philosophisch-historischen Klasse der Akademie; unter dem Titel „Die Monarchie im bürgerlichen Jahrhundert“ beleuchtet er die maßgeblichen staatspolitischen Entwicklungen des vorletzten Jahrhunderts.

Die Monarchie ging aus dem Zeitalter der Französischen Revolution und Napoleons wider Erwarten als Sieger hervor. Das bürgerliche Jahrhundert wurde zu einem Jahrhundert der Monarchie. Alle Nationalstaaten, die im 19. Jahrhundert entstanden, gaben sich ein fürstliches Haupt. Monarchie und Nation schufen gemeinsam den modernen Staat. Dieser Modernisierungspakt endete im Ersten Weltkrieg. Allerdings nur für die Verliererstaaten: Deutschland und Österreich-Ungarn, Rußland und das Osmanische Reich.

Warum ging das Jahrhundert des Bürgers und der Nation diesen Pakt mit der Monarchie ein? Welche Bedeutung besass die Monarchie für die Entstehung des modernen Europas? Warum mußten diejenigen Monarchien, deren Nationen im Ersten Weltkrieg unterlagen, Republiken weichen, und welche Folgen hatte dieser tiefe Einschnitt für die Geschichte Europas? Diese Fragen erörtert der Vortrag mit Blick auf Europa, auf Deutschland und auf die deutschen Einzelstaaten. Die Geschichte Badens und Württembergs, die als souveräne Fürstenstaaten territorial stark vergrößert das Ende der Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation überlebten, wird so in eine europäische Perspektive eingebettet.

 

Datum:28. Oktober 2006
Ort:Tulla-Hörsaal der Universität Karlsruhe
Kollegiengebäude am Ehrenhof, Gebäude 11.40, Englerstraße 11
Uhrzeit:Beginn 11 Uhr; anschließend Empfang im Foyer.

 

Der Eintritt ist kostenlos



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Dr. Johannes Schnurr
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
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E-Mail: johannes.schnurr@urz.uni-heidelberg.de
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Letzte Änderung: 23.06.2009