Erforschung seltener Dokumente aus dem vormodernen Nepal — Probleme und Perspektiven

4. bis 6. Oktober 2015, Beginn 18:00 Uhr Akademie der Wissenschaften, Karlstraße 4, Heidelberg


In der staatlichen Verwaltung, in Tempeln, in der Rechtsprechung und dem Wirtschaftsleben erreichte die Herstellung von Urkunden und Dokumenten im 19. Jahrhundert eine neue Qualität. Unter dem Titel „Studying Documents in Pre-Modern South Asia and Beyond – Problems and Perspectives“ richtet die Forschungsstelle „Religions- und rechtsgeschichtliche Quellen des vormodernen Nepal“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften eine Konferenz aus. Internationale Wissenschaftler erörtern ihre Forschungen über dieses seltene historische Material aus Tempel-, Verwaltungs- und Rechts-dokumenten, das im Zuge des nepalesischen Staatenbildungsprozesses von 1768 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Das Material verdient auch deshalb besonderes Interesse, da es das einzige größere nicht-kolonialistische Dokumentenkorpus Südasiens ist und daher Fragen nach der Entwicklung von Elitenkulturen, der Legitimation und Inszenierung von Herrschaft, Formen der Religionspolitik, der Kodifizierung von Recht und der Herausbildung öffentlicher Ordnung neu zu beantworten hilft. Rund 20 Vorträge spannen einen weiten thematischen Bogen, der von einheimischen Traditionen der nepalesischen Geschichtsschreibung, der Rechts- und Ritualpraxis Nepals im 19. Jahrhundert, Urkunden und Urkundenlehre indischer Regionalkulturen bis hin zu digitalen Methoden der europäischen Urkunden- und Archivforschung reicht.

 

Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Wir bitten um vorherige Anmeldung. Über eine Berichterstattung freuen wir uns.

 

Kontakt:
Dr. Herbert von Bose
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Karlstraße 4
69117 Heidelberg
Telefon: 06221/54-3400
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verantwortlich: Redaktion
Letzte Änderung: 23.11.2015