Buchvorstellung: Die Inschriften der Stadt Baden-Baden und des Landkreises Rastatt

 

Der neu erschienene 78. Band der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ umfasst 541 Inschriften,

die bis 1650 in Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt entstanden sind

 

Die Inschriften Der Stadt Baden-baden        
(Die Deutschen Inschriften, Bd. 78) ges. und bearb. von Ilas Bartusch, Wiesbaden 2009, 752 Seiten, 104 Tafeln mit 314 Abb., 12 Strichzeichnungen, Ln. mit Schutzumschlag

 

Baden-Baden. Am 19. Dezember 2009 wird im Stadtmuseum Baden-Baden um 11.00 Uhr der 78. Band der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ der Öffentlichkeit vorgestellt: Die Inschriften der Stadt Baden-Baden und des Landkreises Rastatt, gesammelt und bearbeitet von Ilas Bartusch. Der Bearbeiter des Bandes wird auf die interessantesten Inschriften eingehen, sie im Bild vorstellen und die neu gewonnenen Erkenntnisse erläutern. Zu dieser Veranstaltung laden die Stadt Baden-Baden, der Landkreis Rastatt und die Heidelberger Akademie der Wissenschaften herzlich ein. Als Landesakademie von Baden-Württemberg gehört letztere neben fast allen übrigen deutschen Wissenschaftsakademien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zu den Trägern des traditionsreichen Forschungsunternehmens „Die Deutschen Inschriften“, das seit mehr als 70 Jahren die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften der einzelnen Bundesländer ediert, kommentiert und für die Regional- und Heimatgeschichte erschließt.

Der neu erschienene Band stellt in einem chronologisch geordneten Katalog insgesamt 541 Inschriften vor, die bis zum Jahre 1650 auf dem Gebiet der Stadt Baden-Baden und des Landkreises Rastatt entstanden sind oder hierher verbracht wurden. Dabei werden 343 Texte nach dem Original und 198 nach abschriftlicher Überlieferung ediert; 112 Inschriften gelangen erstmals zur Veröffentlichung. Der Schwerpunkt des Materials liegt auf den 220 Grabmälern, von denen die bedeutendsten den Markgrafen von Baden(-Baden) gewidmet sind, die seit dem 13. Jahrhundert das Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal und später die Stiftskirche zu Baden-Baden als Familiengrablege nutzten. Großzügige fürstliche Schenkungen gestatteten sowohl der Abtei als auch dem Kollegiatstift die Anschaffung einer reichen, vielfach inschriftlich bezeichneten Ausstattung, von der noch heute hochwertige Altäre, Bildwerke, Goldschmiede- und Steinmetzarbeiten oder auch Paramente Zeugnis ablegen. Außerhalb der Sepulkralkultur hat sich die landesherrliche Selbstrepräsentation vor allem am und im Profanbau niedergeschlagen.

Besonders eindrucksvoll sind die bildlich überlieferten, mit teilweise poetischen Beischriften versehenen Ausmalungen der Festsäle im Neuen Schloß zu Baden-Baden und im Schloß Neueberstein, der jüngeren Residenz der Grafen von Eberstein. Unter den Grabmälern des Niederadels erinnert ein beträchtlicher Teil an die Herren von Windeck, die lange Zeit die Schirmgerechtigkeit über die schon in karolingischer Zeit gegründete Benediktinerabtei Schwarzach ausübten. In den bürgerlichen und bäuerlichen Grabmälern scheinen vielfach die für die Region typischen Gewerbe auf, zu denen vor allem der Kur- und Badbetrieb, die Holzflößerei und der Weinanbau zu rechnen sind. Ein größerer Seltenheitswert als andernorts kommt den älteren Glockeninschriften zu, von denen nur noch 13 aus dem Bearbeitungszeitraum überliefert sind.

 

Datum: 19. Dezember 2009

Ort: Stadtmuseum Baden-Baden, Lichtentaler Allee 10, 76530 Baden-Baden

Beginn: 11 Uhr

Die Veranstaltung ist öffentlich, Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen

 

Rückfragen bitte an:

 

Dr. Herbert v. Bose

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Telefon: 06221 / 54 34 00

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E-Mail: herbert.vonbose@adw.uni-heidelberg.de

Internet: www.haw.baden-wuerttemberg.de

 

sowie

 

Dr. Ilas Bartusch

Forschungsstelle „Deutsche Inschriften“

Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Telefon 06221 / 54 32 69

E-Mail: ilas.bartusch@adw.uni-heidelberg.de


verantwortlich: Redaktion
Letzte Änderung: 15.12.2009