»Nietzsche als Philosoph der Moderne«

Beginn der Ringvorlesung der Nietzsche-Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften am Deutschen Seminar der Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Studium generale am 22. Oktober 2009, 20.15 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1199

 

Am 22. Oktober 2009 beginnt eine Ringvorlesung, die insgesamt an vierzehn Donnerstagen stattfinden wird. Friedrich Nietzsche, den Gottfried Benn das „größte Ausstrahlungsphänomen der Geistesgeschichte“ nannte, steht dabei im Zentrum. Führende Nietzsche-Spezialisten werden sich den philosophischen Auseinandersetzungen Nietzsches genauso widmen, wie Einflüsse durch - und von dem einst als Leitfigur moderner Lebensphilosophie, Kulturkritik und Anthropologie verstandenen Weltautor beleuchten. Seine Sprache und sein Stil, sein Geschichtsdenken, „Nietzsches Konzept des Tragischen und die Literatur“, „Nietzsche und Wagner“, „Nietzsche und Darwin“ oder „Nietzsche und Heidegger über die Kunst der Moderne“ sind nur einige der breitgefächerten Themen, über die in den nächsten Monaten gesprochen wird.  

Nietzsche-schultze

Friedrich Nietzsche, 1882 (Foto: Gustav Schultze)

Den Auftakt wird Prof. Dr. Jochen Schmidt (Freiburg) mit seinem Vortrag „Nietzsches Umwertung der Werte“ am kommenden Donnerstag machen. Weitere Vorträge werden jeweils an den darauffolgenden Donnerstagen stattfinden.

Der Nietzsche Kommentar wird als Forschungsvorhaben von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften getragen und ist am Deutschen Seminar II der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg angesiedelt. Er wird in sechs Bänden Nietzsches Werke in ihrem historischen Kontext erschließen und damit eine neue Basis für das Verständnis von Nietzsches Denken und Schreiben schaffen. Ein siebter Band wird Verzeichnisse und Register beinhalten.

 Eingang KGI Uni Freiburg

Kollegiengebäude 1, Universität Freiburg (Foto: Universität Freiburg/Sebastian Bender)

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, gegründet 1909, ist die wissenschaftliche Akademie des Landes Baden-Württemberg und eine der acht deutschen Akademien der Wissenschaften; 2009 feiert sie ihr 100-jähriges Jubiläum. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung verantwortet sie derzeit 20 Forschungsvorhaben, in denen etwa 220 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die rund 180 gewählten Mitglieder der Heidelberger Akademie treffen sich als herausragende Vertreter ihrer jeweiligen Disziplin regelmäßig zum fächerübergreifenden Gespräch, die Akademie veranstaltet wissenschaftliche Tagungen sowie öffentliche Vortragsreihen. Mit der 2002 erfolgten Einrichtung eines Nachwuchskollegs (WIN-Kolleg), der Ausrichtung der „Akademiekonferenzen für junge Wissenschaftler“ sowie durch die Vergabe von Forschungspreisen fördert sie herausragende jüngere Exponenten der Wissenschaft.

 

Datum: 22. Oktober 2009

Beginn: 20:15 Uhr

Ort: Platz der Universität 3, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1199, Universität Freiburg

 

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Letzte Änderung: 20.10.2009