“Evolution: Paradigmen – Provokationen”

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Gemeinsame Ringvorlesung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Universität Tübingen

Was bewegte die Menschen vor zwei Millionen Jahren, sich von Afrika nach Asien und Europa auszubreiten? – Interdisziplinäre Vortragsreihe anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Heidelberger Akademie

 

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften unterhält am Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt/M. und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen seit einem Jahr das auf 20 Jahre angelegte Forschungsprojekt “The Role of Culture in Early Expansions of Humans”. Es hat zum Ziel, die raumzeitlichen Wanderungsmuster von Homininen in Afrika, Asien und Europa zwischen drei Millionen und 20.000 Jahren vor heute zu rekonstruieren sowie die natürlichen und kulturellen Bedingungen der verschiedenen Ausbreitungen zu beleuchten. Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens lädt die Heidelberger Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Universität Tübingen zu einer Ringvorlesung mit dem Titel “Evolution: Paradigmen – Provokationen” ein.

 

Die Auftaktveranstaltung mit dem Titel “Zum Akademieprojekt: The Role of Culture in Early Expansions of Humans” findet am 23. April 2009 um 18.15 Uhr im Auditorium Maximum, Neue Aula, Wilhelmstraße 7, in Tübingen statt. Vortragender ist der Urgeschichtler Prof. Nicholas J. Conard PhD der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, der maßgeblich an diesem interdisziplinären Forschungsprojekt beteiligt ist, das sowohl Kultur- als auch Naturwissenschaften gleichermaßen fordert.

 

Mammut
 Foto: Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie
 des Mittelalters, Universität Tübingen


Das nur 3,7 cm große Mammut aus Elfenbein wurde 2006 bei Nachgrabungen an der Vogelherdhöhle im Lonetal, Baden-Württemberg, entdeckt. Mit einem Alter von ca. 32.000 Jahren stellt es einen der ältesten Belege figürlicher Kunst weltweit dar.
 

In der Ringvorlesung thematisieren Wissenschaftler unterschiedliche Aspekte der Evolution und deren Theorien – insbesondere im Hinblick auf die Ausbreitung des Menschen und die Mensch-Umwelt-Entwicklung. Charles Darwin und Konzepten vor Darwin sind allein drei Veranstaltungen zu den Themen: “Darwins Geheimnis der Geheimnisse: Was wir in den letzten 150 Jahren über die Entstehung neuer Arten gelernt haben”, “Philosophie des Darwinismus: einst und jetzt” und “Die Historisierung der Natur um 1800. Positionen und Konzepte vor Charles Darwin” gewidmet.

Weitere Vortragsthemen sind: “Die Rolle der Umwelt und Ökologie bei der Ausbreitung der Menschen von Afrika”, “Die kognitive Voraussetzung für die Ausbreitung der Menschen”, “Was uns die Stimmen sagen: Kommunikation von Identität, Motivation und Affekt bei Tier und Mensch”, “Lieber ein Affe als ein Bischof? Zur theologischen Rezeption der Evolutionstheorie: Programme und Perspektiven” sowie abschließend „Die Akademien und die Idee der Einheit der Wissenschaft“.

Die Vorträge werden gehalten von Prof. Nicholas Conard PhD, Prof. Dr. Volker Mosbrugger, PD Dr. Miriam Noël Haidle, Prof. Dr. Hans-Ulrich Schnitzler und Dr. Annette Denzinger, Prof. Axel Meyer PhD, Prof. Dr. Michael Heidelberger, Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt, Prof. Dr. Christoph Schwöbel und Prof. Dr. Peter Strohschneider.

 

Oestergaard    Foto: Akademie/Oestergaard
Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, gegründet 1909, ist die wissenschaftliche Akademie des Landes Baden-Württemberg und eine der acht deutschen Akademien der Wissenschaften; 2009 feiert sie ihr 100-jähriges Jubiläum. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung verantwortet sie derzeit 20 Forschungsvorhaben, in denen etwa 220 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die rund 180 gewählten Mitglieder der Heidelberger Akademie treffen sich als herausragende Vertreter ihrer jeweiligen Disziplin regelmäßig zum fächerübergreifenden Gespräch, die Akademie veranstaltet wissenschaftliche Tagungen sowie öffentliche Vortragsreihen. Mit der 2002 erfolgten Einrichtung eines Nachwuchskollegs (WIN-Kolleg), der Ausrichtung der „Akademiekonferenzen für junge Wissenschaftler“ sowie durch die Vergabe von Forschungspreisen fördert sie herausragende jüngere Exponenten der Wissenschaft.

 

 

Datum: 23. April 2009

Beginn: 18.15 Uhr

Ort: Auditorium Maximum, Neue Aula, Wilhelmstraße 7, Tübingen

 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.haw.uni-heidelberg.de/veranstaltungen/termine.de.html

 

Rückfragen bitte an:

Dr. Herbert v. Bose
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Telefon: 06221 / 54 34 00
Fax: 06221 / 54 33 55
E-Mail: herbert.vonbose@adw.uni-heidelberg.de

verantwortlich: Redaktion
Letzte Änderung: 13.07.2009