„Das Europa der Akademien“ – Gemeinsame Ringvorlesung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Universität Heidelberg

Woher stammen Wissenschaftsakademien und welche Zukunft haben sie? −

Festveranstaltung im Rahmen des Studium Generale zum 100-jährigen Bestehen der

Heidelberger Akademie

Inspiriert vom einem großen Vorbild, der antiken Akademie Platons, rief im Jahr 1462 Cosimo die Medici in Florenz die „Accademia Platonica“ ins Leben. Damit stieß er eine regelrechte Gründungswelle an: eine ganze Reihe von Gelehrtengesellschaften und Akademien entstanden im Italien des 16. Jahrhunderts. In ihnen beschäftigten sich vornehmlich gebildete Laien und Universitätsgelehrte mit Dichtkunst, Altertumskunde, Rhetorik und dem wissenschaftlichen Diskurs. Bereits damals tauchte der Gedanke auf, abseits des recht strikt geregelten universitären Betriebs in einem geistig offenen Raum gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Nicht zuletzt die an den Universitäten oft dominierende Theologie beförderte jene neuen freigeistigen Zirkel.

Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens lädt die Heidelberger Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Universität Heidelberg zu einer Ringvorlesung ein, die den Titel „Das Europa der Akademien“ trägt. Die Auftaktveranstaltung „Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften – Gründung und Auftrag“ findet am 6. April um 19.30 Uhr in der Alten Aula der Universität statt, Vortragender ist der Historiker Prof. Dr. Eike Wolgast. Die Ringvorlesung, die im Rahmen des Studium Generale stattfindet, soll gleichwohl ihr Augenmerk nicht nur auf die Vergangenheit der europäischen Akademien richten, sondern auch auf die Bedeutung, welche ihnen als Gelehrtengesellschaften und Forschungseinrichtungen künftig zukommen mag.

Weitere Vorträge werden gehalten von: Prof. Dr. Karlheinz Stierle, Prof. Dr. Jürgen Trabant, Prof. Dr. Eberhard Knobloch, Prof. Dr. Wilhelm Schmidt-Biggemann, Prof. Dr. Axel Horstmann, Prof. Dr. Jan Assmann, Prof. Dr. Peter Strohschneider und Prof. Dr. Frank-Rutger Hausmann. Den Abschluss der Ringvorlesung bildet eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die Zukunft der Akademien“. Sie findet am Montag, dem 29. Juni (ebenfalls um 19.30 Uhr in der Alten Aula statt). Sie wird moderiert von der Journalistin Dr. Heike Schmoll (FAZ), Diskussionsteilnehmer werden sein Andreas Sentker (Leiter des Ressorts ZEIT-Wissen), Prof. Dr. rer. nat. habil. Dr. h. c. Reinhard Hüttl (Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften), Dr. h.c. Erwin Teufel, Ministerpräsident a.D. sowie Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg (Heidelberger Akademie der Wissenschaften). 

 

Alte Aula   
(Foto: Akademie/Dafferner)
Nicht nur die Vergangenheit der Wissenschaftsakademien wird bei der gemeinsamen Ringvorlesung näher beleuchtet – ganz bewusst steht auch ihre Zukunft im Fokus der Betrachtung. Sämtliche Vorträge, sie finden im Rahmen des Studium Generale statt, beginnen um 19.30 Uhr und werden in der Alten Aula gehalten.
 

 

Die Vorträge der Reihe finden jeweils montags an folgenden Tagen statt: 6. April, 20. April, 27. April, 4. Mai, 18. Mai, 25. Mai, 8. Juni, 15. Juni und 29. Juni 2009

Beginn: jeweils um 19.30 Uhr

Ort (sämtliche Vorträge): Alte Aula der Universität Heidelberg, Grabengasse 1

Die Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

 

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Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
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Letzte Änderung: 13.07.2009