Heidelberger Akademie der Wissenschaften wählt Hermann H. Hahn zu ihrem neuen Präsidenten

Amtsantritt im April diesen Jahres – Silke Leopold zum neuen Sekretar der Philosophisch-historischen Klasse gewählt

Auf ihrer Gesamtsitzung am Samstag, dem 24. Januar 2009, haben die Mitglieder der Heidelberger Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Dr.-Ing. E.h. Hermann H. Hahn zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Seine Amtszeit beginnt am 1. April diesen Jahres und dauert bis zum 31. März 2011, er folgt damit im Amt Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg nach. „Mit Professor Hahn wird erstmals in ihrer Geschichte ein Ingenieur die Heidelberger Akademie der Wissenschaften repräsentieren“, so Graf Kielmansseg im Anschluss an die Wahl.

 

 

Foto Prof. Hahn

Prof. Dr. Dr.-Ing.E.h. Hermann H. Hahn
(Foto: Akademie/Oestergaard)

 

Hahn, Jahrgang 1940, ist emeritierter Universitätsprofessor für Siedlungswasserwirtschaft; seit 1969 unterrichtete er als ordentlicher Professor am Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Universität Karlsruhe – als dessen Direktor er u.a. fungierte − von 1989 bis 1995 war er überdies als Prorektor der Universität Karlsruhe tätig. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Bereich Forschung und Lehre im aquatischen Umweltschutz, Technologietransfer, Beratung von Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Hahn war unter anderem Gordon McKay Fellow der Harvard University und erhielt für seine wissenschaftliche Tätigkeit eine Reihe von Auszeichnungen (etwa Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland [1991], Mitglied der Nationalakademie der Technikwissenschaften acatech [2004], Ehrenprofessur der chinesischen Akademie der Umweltwissenschaften [2004] und der Hunan Universität/Shandong PR China [2004], Senator Ehrenhalber der Budapester Technischen Universität [2004], Ehrenmitglied des österreichischen Wasserwirtschaftsverbandes, des RAL Güteausschusses Güteschutz Kanalbau, der Dt. Vereinigung für Wasserwirtschaft). Ehrenamtlich war er unter anderem für die World Health Organization (WHO), die OECD und die Europäische Gemeinschaft tätig. Hahn steht gegenwärtig der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Heidelberger Akademie als Sekretar vor.

 



Des Weiteren wurde Prof. Dr. phil. Silke Leopold von den Mitgliedern zum neuen Sekretar der Philosophisch-historischen Klasse gewählt. Ihre Amtszeit beginnt am 1. Oktober 2009 und dauert bis zum 30. September 2011, sie folgt damit im Amt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerd Theißen nach.

 

Foto Prof. Leopold
Prof. Dr. phil Silke Leopold
(Foto: Akademie/Schnurr)

1948 in Hamburg geboren, studierte sie Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Romanistik und Literaturwissenschaft in Hamburg und Rom, wo sie nach der Promotion drei Jahre als Forschungsstipendiatin des Deutschen Historischen Instituts verbrachte. Als Assistentin von Carl Dahlhaus lehrte sie seit 1980 an der TU Berlin, außerdem von 1985-86 an der Harvard University und im Sommersemester 88 an der Universität Regensburg. 1987 habilitierte sie sich an der TU Berlin. Von 1991-1996 war sie Ordinaria für Musikwissenschaft an der Universität/Gesamthochschule Paderborn und der Musikhochschule Detmold, seit 1996 ist sie Ordinaria und Direktorin des Musikwissenschaftlichen Seminars in Heidelberg.

 

Silke Leopold, Dent-Medal-Preisträgerin 1986, war von 2001–2007 Prorektorin der Universität Heidelberg. Sie ist Corresponding Member der American Musicological Society, Mitglied im Beirat des Deutschen Historischen Instituts in Rom, Mitglied in der Akademie für Mozartforschung der Stiftung Mozarteum Salzburg, Ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie Sprecherin der Kommission Musikwissenschaftliche Editionen der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschichte der Oper, Italienische Musik des 16.–18. Jahrhunderts, Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Historische Aufführungspraxis, Probleme der Musikgeschichtsschreibung.

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, wiedergegründet 1909, ist die Landesakademie Baden-Württembergs und eine der acht deutschen Akademien der Wissenschaften, 2009 feiert sie ihr 100-jähriges Jubiläum. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung verantwortet sie derzeit 21 Forschungsvorhaben, in denen etwa 240 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die rund 180 gewählten Mitglieder der Heidelberger Akademie treffen sich als herausragende Vertreter ihrer Disziplin regelmäßig zum fächerübergreifenden Gespräch, die Akademie veranstaltet wissenschaftliche Tagungen sowie öffentliche Vortragsreihen. Mit der 2002 erfolgten Einrichtung eines Nachwuchskollegs (WIN-Kolleg), der Ausrichtung der „Akademiekonferenzen für junge Wissenschaftler“ sowie durch die Vergabe von Forschungspreisen fördert sie herausragende jüngere Exponenten der Wissenschaft.


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verantwortlich: Redaktion
Letzte Änderung: 23.06.2009