The role of culture in early expansions of humans

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Von Afrika ausgehend breitete sich in den letzten 2 Millionen Jahren die Gattung Homo in verschiedenen Wanderungswellen nach Asien und Europa aus. Während der Lebensraum der Australopithecinen und frühen Menschenformen wie bei Organismen durch natürliche Bedingungen beschränkt war, erlaubten kulturelle Errungenschaften im Laufe der Menschwerdung neue Anpassungswege an die Umwelt. Das Projekt hat zum Ziel, die raumzeitlichen Wanderungsmuster von Homininen zwischen 3 Millionen und 20.000 Jahren vor heute zu rekonstruieren und die ursächlichen Bedingungen der Ausbreitungen zu beleuchten. Besonderes Augenmerk wird auf die kulturelle Dimension der menschlichen Entwicklung gelegt, archäologische Ausgrabungen in Afrika, Südwestasien und Deutschland sowie künftig in Asien liefern hierzu wichtige Erkenntnisse. In einer Datenbank sollen Informationen zu Klima, Vegetation und Tierwelt für die Modellierung früherer Lebensräume zusammengefasst und mit Daten aus der Archäologie und der menschlichen Fossilgeschichte verknüpft werden. Die Ergebnisse sollen Eingang finden in einen digitalen Atlas der Mensch-Umwelt-Entwicklung auf der Basis Geographischer Informationssysteme (GIS).

Die Forschungsstelle „The role of culture in early expansions of humans“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt an der an der Schnittstelle zwischen Kultur- und Naturwissenschaften. Die international weit verzweigten wissenschaftlichen Arbeiten werden zentral koordiniert von den beiden Forschungsstellen am Forschungsinstitut Senckenberg und an der Universität Tübingen.

Verantwortlich: Redaktion
Letzte Änderung: 16.12.2013