Edition

Die kritische Edition der Briefe will die vorwiegend lateinischen, aber auch deutschen und griechischen Texte leserfreundlich und ohne störendes Beiwerk präsentieren, wobei aber dennoch jede Ergänzung erkennbar sein soll. Die logische (nicht historische) Interpunktion soll das Verständnis der Texte erleichtern. Aufgabe des Editors ist aber nicht allein, die Texte zu präsentieren, sondern auch die handschriftliche und gedruckte Überlieferung vollständig aufzulisten und zu charakterisieren sowie die Texte textkritisch in drei Apparaten aufzubereiten:

  1. einem Apparat für die Entstehungsvarianten bei Erhaltung des Autographs;
  2. einem für die Textkritik im engeren Sinne, besonders nur abschriftlich überlieferter Texte;
  3. einem Apparat für die Wirkungsgeschichte in den Fällen, wo frühere Editoren einen verfälschten, aber allgemein rezipierten Text geboten haben.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet darüber hinaus der Nachweis der Zitate und literarischen Anspielungen in einem vierten Apparat, einem weiteren Teil des Kommentars. Die hier nachgewiesenen Quellen werden durch Indizes am Ende jedes Bandes erschlossen.

Die Satzherstellung der Ausgabe mit den erwähnten zeilenbezogenen Apparaten und Registern erfolgt durch die wissenschaftlichen Bearbeiter selbst mit Hilfe von TUSTEP (Tübinger System von Textverarbeitungs-Programmen). Die kodierte Datei als Druckvorlage entsteht im Laufe der wissenschaftlichen Bearbeitung. Dadurch ist einerseits die Konsistenz des bearbeiteten Textes gewährleistet, andererseits werden der Korrekturaufwand und die Druckkosten verringert.

verantwortlich: Redaktion
Letzte Änderung: 03.05.2010